Austauschpflicht für Heizkessel





Die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist seit Oktober 2013 beschlossene Sache. Ab 1. Mai 2014 verlangt diese, dass Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 installiert wurden bis Ende 2014 ausgetauscht werden müssen. Doch es gibt einige Ausnahmen:
  • Ausgenommen sind Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen. Küchenherde und Geräte, die für die Beheizung des Raumes sorgen, in dem sie aufgestellt sind, müssen ebenfalls nicht getauscht werden. Von der Regelung befreit sind zudem Kessel unter 4 und über 400 KW Leistung.
  • Brenn- und Niedertemperaturkessel haben einen besseren Wirkungsgrad und werden deswegen akzeptiert. Auf dem aktuellen Stand sind aber nur Brennwertkessel. Sogenannte Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen getauscht werden.
  • Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind dann von der Austauschpfl icht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 das Eigenheim oder eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus selbst genutzt haben. Kommt es zu einem Eigentümerwechsel, endet die Befreiung von der Austauschpfl icht. Der neue Eigentümer muss den alten Kessel dann mit einer Frist von zwei Jahren durch ein neues Heizsystem ersetzen.

Wer einen Kessel besitzt, der vor 1985 installiert wurde oder sich unsicher ist, welcher Kesseltyp mit welchem Baujahr installiert ist, sollte das Gespräch mit den SHK-Fachhandwerkern suchen.
Die Profis informieren über das Alter und den Typ der bestehenden Anlage und wissen, ob diese austauschpfl ichtig ist. Zudem beraten sie zu modernen und energieeffi zienten Systemen, deren Einbau sie genauso übernehmen wie deren Wartung.