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Meister und Auszubildende

Ausbildung zum Anlagenmechaniker

Gas, Wasser, Schei... - daraus soll ich mir eine Zukunft bauen?

Klar, denn die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist viel spannender als ihr Name.

Mindestens einen Hauptschulabschluss musst Du mitbringen, um die Ausbildung beginnen zu dürfen. Aber oft werden viel mehr als Grundkenntnisse verlangt in Mathe, in Physik, in Chemie. Moderne Geräte haben oft Steuerungen, die wie Computer funktionieren. Und mit Kraft allein ist heute auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen - Du redest mit Kunden, suchst selbständig nach Lösungen. Also - wer sein Abi hat, ist herzlich willkommen.

Vielseitig ist er, der Anlagenmechaniker: Trifft heute auf eine Schwerkraftheizung aus den 30er Jahren, baut morgen an der Solaranlage auf der Kita mit, muss wissen, wie sich Wasser in modernen Rohrleitungen verhält und warum die Wärmepumpe im Bürohaus um die Ecke an einen Brunnen angeschlossen ist.

Verantwortung hat er, der Anlagenmechaniker: Der Umgang mit Gas ist Alltag für ihn, und dass Wasser das wichtigste Lebensmittel ist, ist für ihn keine Theorie. Macht er gute Arbeit, bringt er Behaglichkeit in warme Zimmer und Stil in neue Bäder. Macht er Fehler, kann das Gesundheit oder gar Menschenleben kosten.

Rechnen können muss er, gestalten und beraten, der Anlagenmechaniker: Seine Anlagen sollen ja nicht nur passen und gut aussehen. Er soll so bauen, dass Energie eingespart wird, dass aus dem Wasserhahn jederzeit bestes Trinkwasser kommt. Und das alles muss auch noch schnell und bezahlbar sein.

Und mit Menschen umgehen muss er, der Anlagenmechaniker: Schließlich ist heute kaum noch eine Baustelle menschenleer. Im Gegenteil: Er kommt zu den Leuten in die Wohnung. Er trifft sie an, wenn sie Hilfe brauchen. Er soll die ganz persönlichen Vorstellungen von Leuten umsetzen, die er nie vorher kennen gelernt hat. Er soll für diese Leute Behaglichkeit schaffen.

Du lernst 3 ½ Jahre. Im ersten Jahr geht's um die Metallbearbeitung, dann um alle Bereiche der Wasser-, Wärme-, Luft- und Klimatechnik. Aber nicht jeder Azubi lernt alles. Vor allem das letzte Jahr vermittelt Dir Spezialkenntnisse in einem Bereich, der Dich besonders interessiert. Auswählen kannst Du zwischen Themen der Wassertechnik, der Wärmetechnik, der Lufttechnik und der Umwelttechnik. Deshalb musst Du auch vor der Lehre mit Deinem Lehrmeister klären, welche Spezialstrecken sein Betrieb hat - schließlich ist der Meister ja nicht nur Dein Lehrherr, sondern hat einen ganz normalen Handwerksbetrieb. Und von denen ist jeder anders. So kannst Du Dich wirklich fit machen in Deinem Traumberuf, und Du erlebst keine Enttäuschung, wenn Dein Wunschgebiet von ihm nicht angeboten wird.

Mit dem Abschluss als Anlagenmechaniker stehen Dir dann viele weitere Wege offen:

Du bist in einem Handwerk ausgebildet worden. Wenn Dir Dein neuer Beruf Spaß macht und Du vielleicht später mal eine eigene Firma aufmachen willst, bilde Dich weiter!

Für viele Spezialgebiete kann man spezielle bundesweit anerkannte Weiterbildungsnachweise erwerben.

Zwei Jahre nach dem Lehrabschluß kannst Du dann einen weiteren Schritt im Handwerksleben gehen - die Weiterbildung zum Handwerksmeister. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema - und Genaueres findest Du, wenn Du auf dieser Seite einen der Meisterberufe anklickst.