So handeln SHK Betriebe richtig!

Schutz vor Betrugsmaschen durch falsche Handwerker

Titelbild zum News-Artikel Schutz vor Betrugsmaschen durch falsche Handwerker

28.01.2026

In Brandenburg beobachten wir aktuell vermehrt Betrugsversuche von Personen, die sich fälschlich als Handwerker zukünftiger oder bekannter Betriebe ausgeben. Als SHK-Betriebe tragen Sie eine besondere Verantwortung für Sicherheit und Transparenz – sowohl für Ihre Kunden als auch für Ihre eigenen Mitarbeiter.  

Was muss der SHK-Betrieb beachten?

  • Identität prüfen und Kontakte verifiziert halten: Bestätigen Sie Aufträge grundsätzlich über die echte Firma oder die Hausverwaltung. Rufen Sie dazu direkt die offizielle Nummer der Auftraggeberseite an. Vermeiden Sie Telefonnummern, die der Anrufer nennt.
  • Interne Abläufe standardisieren: Nutzen Sie ein kurzes, standardisiertes Bestätigungsverfahren (Auftrag schriftlich festhalten: Name des Mitarbeiters, Firma, Arbeiten, Termin, Kontakthotline der Firma). Schulen Sie Mitarbeiter in der Prüfung von Identität und Verdachtsmomenten.
  • Misstrauen bei Haustürgeschäften: Wenn vorbeikommende Personen ungefragt Dienstleistungen anbieten, sofort Abstand wahren und die Authentizität der Firma prüfen. Keine unaufgeforderten Arbeiten akzeptieren.
  • Kein Bargeld vor Ort: Legen Sie klare Zahlungswege fest (z. B. Überweisung nach Leistung, Rechnung per E-Mail). Vermeiden Sie Barzahlungen an Unbekannte; informieren Sie Kunden entsprechend.
  • Türsicherheit und Zugriffsschutz: Empfehlen Sie Kunden Türspion, Sperrbügel oder Gegensprechanlage zu verwenden, bevor Personen hereingelassen werden. Bei größeren Arbeiten ggf. Begleitung durch eine zweite Person aus dem Betrieb oder verifizierte Bauaufsicht.
  • Internet-Recherche und Unternehmenschecks: Pflegen Sie aktuelle, seriöse Online-Auftritte, Impressum, Handelsregister und Referenzen. Vermeiden Sie offenkundig gefälschte Webseiten oder Flyer.
  • Notruf bei Verdacht: Informieren Sie Ihre Belegschaft, bei verdächtigen Personen sofort die Polizei (110) zu rufen. Schulungen hierzu regelmäßig durchführen.
  • Verhaltensregeln im Team: Führen Sie regelmäßige Betrugspräventionsschulungen durch, nutzen Sie Checklisten für Vor-Ort-Aufträge, Identitätsprüfung und Zahlungsabwicklung und dokumentieren Sie jeden Auftrag umfassend (Datum, Uhrzeit, Ansprechpartner, Kontaktdaten, Vor-Ort-Zustand, Kostenvoranschläge).

Was sollte Kunden empfohlen werden?

  • Identität prüfen: Lassen Sie fremde Personen nicht unbeaufsichtigt in Ihre Wohnung oder Geschäftsräume. Bestätigen Sie Aufträge direkt über die echte Firma oder Hausverwaltung.
  • Keine Haustürgeschäfte aus der Notlage: Unaufgeforderte Servicedienste sind kein Zeichen seriöser Arbeit. Seriöse Handwerker melden sich vorher mit Terminabstimmung.
  • Kein Bargeld: Zahlen Sie idealerweise nach Leistung per Überweisung oder Rechnung. Vermeiden Sie Barzahlungen an Unbekannte.
  • Türsicherheit nutzen: Verwenden Sie Türspion, Sperrbügel oder Gegensprechanlage und lassen Sie keine unbekannten Personen herein.
  • Internet-Recherche: Prüfen Sie den Handwerksbetrieb vorab (offizielle Kundennachweise, Impressum, Handelsregister, Referenzen). Achten Sie auf seriöse, geprüfte Online-Auftritte.
  • Klare Kommunikationswege: Fordern Sie eine schriftliche Auftragsbestätigung inkl. Name des Mitarbeiters, Firma, durchgeführte Arbeiten, Termin und Kontaktdaten der Firma an.
  • Verdacht melden: Wenn Sie verdächtiges Verhalten bemerken oder zu Druck gedrängt werden, rufen Sie sofort die Polizei (110).